Video Teil 3 

Hiermit beginnt meine Seelenreise.

Mein weiteres Leben ist die Folge meiner Seelenreise.

Ich wiederhole: Meine erste energetische Phase war bis etwa 30.

-Die zweite energetische Phase beginnt mit der Seelenreise.

Ich trennte mich von meinem bürgerlichen Ich-Konstrukt, das nach und nach verschwand.

Mit einem Rest-Konstrukt tauchte ich in eine Erdspiritualität ein.

Im Dokumentarfilm „Der Blob: Schleimiger Superorganismus“, zeigte man eine kurze Szene darüber. Ein Wissenschaftler demonstriert mit einer Barbiepuppe den Weg in die Erde. Kopfüber stülpt der Herr die Puppe in ein Gefäss und weist damit den Weg.

Diese energetische Umkehrung machte ich ebenfalls.

Der Bauch wird zum Kopf und der Kopf wird zum einfachen Denkorgan.

In den späteren Videos beziehe ich mich immer wieder auf diese Umkehrung.

 

Inzwischen zog ich nach Brandenburg ins Oderbruch.

Hier begann ich meine Vorstellung umzusetzen mit Frauen frei und einfach zu leben.

Ich finanzierte mich mit verschiedenen Verdienstmöglichkeiten auf Honorarbasis.

Auf dem Künstlerhof von Erika Stürmer-Alex in Lietzen arbeitete ich als Handwerkerin bei der Hof-Sanierung.

Die Künstlerin erhielt von der Stadt Frankfurt/Oder Aufträge über mehrere Grossplastiken aus Kunststoff und ich erfüllte die handwerklichen Arbeiten.

Eine zusätzliche Arbeit bot sich mir mit der Restaurierung des Herrenhauses Lietzen Nord unter der Leitung des Restaurators Dieter Fischer.

 

In Bad Saarow, in Fürstenwalde und in der Gossner-Mission Neu-Zittau leitete ich Laiengruppen im Malen und Zeichnen.

 

Um 1982 meditierte ich meinen Namen MU.

 

In Lietzen nahm ich mich künstlerisch zurück.

Natürlich malte ich auch hier.

Ich benutzte traditionell noch Öl- und Latexfarben.

Parallel dazu entstanden die ersten Werke aus Naturmaterialien mit einer weiblichen Bildaussage. Was ich später ausschliesslich gestaltete.

 

Mich traf in Lietzen ein schwerer energetischen Unfall - so nenne ich das Ereignis.

Jegliche äusseren Einflüsse, die mein inneres Ich-Konstrukt überforderten, schadeten mir.

So geschah es auch.

Das wilde Pferd Lebensenergie ging mit mir durch. In mir schalteten sich alle „Sicherungen“ aus. Die Lebens-Energie durchströmte jetzt mein System mit anhaltender Wucht. Und die unkontrollierbaren energetischen Schübe fegten mein ICH weg. Damit war ich aus der normalen Welt.

 

Den Spagat zwischen den Welten schaffte ich nur aufgrund meiner restlich- gespeicherten leiblichen ICH-Erfahrungen. Über einen kleinen Draht blieb ich mit der dualen Welt verbunden.

Ich zog einige Orte weiter nach Libbenichen. Hier lebte ich meine intensivste Zeit. Ich war eins mit der Natur. Ich gestaltete mit Informationen aus der Natur meine Umgebung. Es waren Informationen 1:1. Diese nahm ich als Sicht-Bilder oder Visionen und in Träumen wahr.

 Mein Lebens-Empfinden kam aus einem energetischen Durchströmen und Verbinden mit Allem um mich.

Was mein spirituelles Leben in Libbenichen ausmachte, werde ich ebenfalls später anhand von Beispielen erzählen.

Das KAOS Film- und Video Team, Köln, porträtierte mich hier 1991.

Wie intensiv die Erde wirken kann, ahnte ich nicht. In dem Ordnungsraum Erde gibt es eigene Strukturen und Gesetze.

Vor allem gibt es kein individuelles ICH/EGO wie in der dualen Welt.

Das natürliche Erd-ICH ist immer auf ein Gegenüber bezogen. Und somit Teil eines Ganzen. Das Ganze zeigt sich wiederum als Teil eines grösseren Ganzen, in das ich kurz Einsicht hatte.

 

Ich sah drei Parallel-Welten. Davon nahm ich eine Welt mit ihren unabhängigen Inkarnations-Wegen wahr.

Ich sah unsere menschlich energetischen Abhängigkeiten voneinander. Ohne eine individuelle ICH-Herrschaft ist eine telepathische Verständigung mit Tieren und Pflanzen möglich.

 

An den Seelower Höhen, dort wo sich 1945 die sowjetische Armee und die Wehrmacht vor Berlin erbittert bekämpften, lag mein Wirkungsort. Ich arbeitete hier am Schlachtfeld mit der Erde.

Über einige Jahre beschäftigten mich die Themen Landschaft und Sohnesopfer.

Ich fasse einige Erfahrungen meiner Seelenreise zusammen.

- Der Weg ist eine spirituelle Richtung durch den Leib nach unten in die Erde.

- Der Weg in Erd-Ebenen vermittelt unmittelbare Erfahrungen mit dem Unbewussten. Es zeigen sich archaische Informationen.

Ich sah holistische Welten mit ihren eigenen Ordnungen.

- Der Weg in die Erde ist in unserer Kultur unbekannt.

Er gleicht in seinen Grund-Erfahrungen einem mystischen Weg.

Dieser Weg, der sich als energetische Strömungen über diametral erfahrbare leibliche Stationen bewegt, drückt der Spruch aus:Das Unten gleicht dem Oben.

- Eine Grunderfahrung im mystischen Sein ist, dass das einfache ICH/EGO sich zum Gegenüber über emotionale Leibes-Bezüge spiegelt. Damit wird ein Grundverhältnis zu Allem, was uns umgibt, geschaffen. Wir sind mit Allem verbunden.

- Die Erde wird als energetische Lebens-Grundlage von unserer Kultur geistig und praktisch nicht geachtet.

 Eine Erdmystik ist vom kollektiven Bewusstsein abgespalten.

Mit der Erde wird missbräuchlich umgegangen. Und es werden auf sie destruktive Geschichten projiziert.

- Trenn-Traumata trennen kulturelles und individuelles Geschehen geistig und emotional von natürlichen Energien aus Erd- und Luftebenen.

- Heute sind Kollektive und Individuen ständig und vielfach in diese umfassenden Trennungs- und Abspaltungsprozesse einbezogen.

- Wir leben getrennt von Erdspiritualität und Mystik in einer real erscheinenden destruktiven Welt, die von einem destruktiven Geist mit seinem sich selbst erhaltenden Systemen gelenkt und gestaltet wird.

Dieser Geist ist ein vom Menschen geschaffenes Gebilde.

Ich nenne ihn Geist des Todes.

 

Meine holistische Phase lebte ich bis 1989. Hier beschloss ich meinen Weg zurück in die duale Welt.

Eine Leistung war, aus dem ganzheitlichen Leben der Grossen Mutter wieder in ein patriarchal- duales zu kommen.

Meinen Energiefluss musste ich umdrehen. D.h., mich wieder nach oben, hin in Luftebenen zu bewegen.

Mit Hilfe des Selbsterfahrungs-Zentrums Weisser Lotus in Österreich und seinem Lehrer Burkhardt Kiegeland gelang mir dieses Wunder.

In dem Zentrum nutzte ich verschiedene Kurs-Angebote zur Selbsterkenntnis. Schwerpunkte waren tägliche Übungen mit Bioenergetik, Atemtechniken und Mediationen. Und ich liess mich 100% ein.

Vom Lehrer bekam ich den Namen Sattvi: der frei fliessende Strom im Sein.

 

In das neue Leben zu kommen, mich darin zu bewegen und trotzdem meine Erdbindungen zu halten, blieben meine Aufgaben.

Ich darf die Erdbindungen nicht aufgeben, sonst missachtete ich ein absolutes Tabu.

Mein Weg zurück in die duale Welt teilt sich in mehrere Achtsamkeits-Stränge.

-Ein Achtsamkeits-Strang ist, mich der neuen kapitalistisch-bürgerlichen Gesellschaft zu nähern.

 

Dem mächtigen Staats-Gebilde in der DDR etwas Eigenes gegenüber zu stellen, versuchten wir Künstler in unserer Dresdner Gruppe und ich führte unsere Ideen in Brandenburg weiter.

Menschen, die den DDR-Alltag nicht kennen, können sich schwer vorstellen, dass es in dem Land keinerlei offiziell gelebte Spiritualität gab. Ebenso gab es keine öffentlichen feministischen Strömungen.

Ich holte meine fehlenden Erfahrungen nach 1990 nach.

Praktisch machte ich in Frankfurt/Oder sowie in Märkisch Oderland bei der Bildung von Vereinen und Projekten mit.

Ich arbeitete als Dozentin in der Erwachsenenbildung und kuratierte Ausstellungen in der Letschiner Heimatstube im Oderbruch und war auch im Klinikum F/O angestellt.

 

Gleich 1990 half ich mit, den Unabhängigen Frauenverband in Berlin und F/O zu gründen und bin den organisierten Frauen bis heute treu. Politisch schloss ich mich schon Anfang der 80er Jahre einer Frauenfriedensgruppe in Berlin an. Wir trafen und zum Schluss im Französischem Dom bei Eva Kunz.    

 

Ich interessierte mich nach 1990 intensiv für neue geistige Bewegungen wie z.B. New Age.

Mit Wohlwollen nahm ich Äusserungen über einen weiblichen Geist in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen wahr.

Und hier fühlte ich mich zugehörig.

Das waren Bereiche der Tiefenökologie und Quantenphysik, Geomantie und Bereiche aus Alternativ-Medizin, Soziologie und Psychologie mit dem Bereich Selbsterfahrung, Feminismus mit feministischer Theologie und Mystik und Matriarchats-Forschung.

Wobei die Esoterik als Sammelbergriff für spirituelles Wissen immer populärer wurde.

In Berlin hörte ich Vorlesungen von Rudolf Bahro über komplexe und vernetzte Lebensentwicklungen und Vorlesungen von Bernd Senf über das System Lebensenergie von Wilhelm Reich.

In der Kunst sind es Künstler aus klassischer Moderne wie Paul Klee, Wassily Kandinsky und Hans Arp, die eine Naturverbindung und Spiritualität als Grundlage ihres Schaffen nennen. Als klassische Künstlerinnen sind inzwischen Hilma af Klint und Emma Kunz bekannt.

Die zeitgenössischen Künstlerinnen, die zu einer weiblichen Spiritualität und besonders zur Natur arbeiten, werden ständig mehr.

Zwei Frauen standen mir nahe: Das waren im Oderbruch Erna Roder und in Berlin Helga Götze.

Der Geomant Marko Pogacnik arbeitet heilend mit der Erde indem er Akupunktur-Steine in die Landschaft bringt.

Mich beeindruckt die Aktion Stolpersteine von Gunter Demnig.

-Ein Strang betrifft mein weiteres energetisch innerleibliches Händeln. Durch meinen Ich-Verlust, fehlten mir Personen-Anteile eines „normalen Bürgers“. Ich beobachtete z.B. die Anderen und prüfte über meinen Leib, welche Eigenschaften zu meinem System passten und welche von mir bleiben sollten.

Über die Jahrzehnte bis heute sehe ich in meine abgespaltenen Teile und nehme sie wieder zu mir. Jetzt kann ich mir mit Abstand die Ereignisse anschauen, sie einordnen und werten.

Ich befand mich damals in einer anhaltenden inneren Bewegung, die sich auch nach aussen zeigte. Bekannte und Freunde unterstützten mich durch ihre persönlichen und finanziellen Zuwendungen. Ohne ihre Hilfen hätte ich meinen Rück-Weg bis heute nicht geschafft.

Wenn ich mit den Energien nicht mehr zurecht kam, besuchte ich bis 1996 das Zentrum in Salzburg.

 

In Libbenichen gab es genügend Haus-Raum, den ich bis in die Landschaft ausdehnte.

Meinen Bezug zu diesem einzigartigen Energieraum veränderte ich über Jahre und trennte mich von ihm nur langsam.

 

2000 zog ich nach Berlin.

Dieser Energie-Austausch schmerzte und verwirrte mich. Die Stadt ist nicht offen, sie engt ein, nimmt Kraft und macht einsam. Und doch, sehe ich diesen Schritt als notwendig an.

 

-Ein weiterer Achtsamkeits-Strang ist, meine schamanischen Erfahrungen in Kunst umzusetzen. Ab der zweiten energetischen Phase war ich weiterhin bedacht, mich nur minimal mit Machtstrukturen einzulassen. Dass das in einer Diktatur nicht so einfach ging, schilderte ich mit der Dresdner Zeit. In Brandenburg war es mir nicht möglich, mein Leben als Künstlerin weiterzuführen.

Mein Künstlerleben und mein privates schien von Erlaubnissen einer Parteimacht abhängig zu sein. Mein selbstbestimmtes Sein passte nicht hierher.

Zuerst folgte ich mit meinen Verbands-Bewerbungen den Erwartungen meines Mannes.

Als ich 1982 geschieden war, wollte ich nicht als asozial gelten und sah in der Zugehörigkeit zum Berufsverband einen notwendigen Schutz vor staatlichen Repressalien.

Ich bewarb mich insgesamt über zehn Jahre beim Berufs-Verband F/O.

Aus meinen Bewerbungen entwickelte sich eine Dramaturgie in Kunst-Ablehnung mit Machtmissbrauch.

Die Kollegen, die in enger Verbindung mit Partei/Stasi über die Verbandsaufnahmen entschieden, lehnten mich als Autodidakten und politisch kritischen Menschen ständig ab.

Dass es bis heute missbräuchliche und ideologische Beeinflussung von Kunst gibt, ist später mein Thema.

 

Meine erste grosse Ausstellung war 1988 in der Leipziger Underground Galerie Eigen+Art von Judy Lybke.

In dieser Ausstellung ging es mir darum, dass das Ende mit Tod ein natürlicher Wechsel ist, zu zeigen.

Ich stellte mit meiner Kunst Wege aus der verengten Sicht eines sozialistischen Realismus dar.

Ich zähle einige Aktivitäten seit 1990 auf:In zwei Stipendien stellte ich energetische Bezüge dar. Sie befassten sich mit Themen wie „Zeichenbildungen aus energetischen Grund-Strömungen“ und „Denken und Fühlen“.

In der Oderbruch-Landschaft gestaltete ich als Schamane Ritual-Plätze, Objekte und Bildwerke.

Beispielhaft für einige Aussenseiter-Projekte nenne ich die Psychiatrie mit der Soteria in F/O. Und den Jugend-Strafvollzug.

Hier und in weiteren Projekt-Begleitungen in Berlin konnte ich sehen, wie sich Kreativität einfach entfaltet und Gestaltung ein Mittel zur wahrhaften Kommunikation wird.

 

Das Konzept „Weiblich gegründete Bildende Kunst“ präsentiere ich bis heute über ein Bezugssystem mit Ausstellungsfolgen. Z.B. HELFER WEG- und EGO-Raum-Ausstellungen.

2001 bekannte ich mich als Begine.

Und 2003 lernte ich Frauen, die sich diesen Namen gaben, kennen. Mein Frauen-Projekt Beginenhof Berlin-Brandenburg blieb im Gründungsversuch stecken.

In der freien Szene in Berlin beteiligte ich mich über meine Produzenten-Galerie MU an Projekten in Friedrichshain, Pankow und Prenzlauer Berg.

U.a. coachte ich in der Galerie MU zwölf russlanddeutsche Künstler bis zur eigenen Galerie „KLIN“ beim Kulturring.

 

Das System der „Weiblich gegründeten Bildenden Kunst“ erweiterte ich über Teilsysteme und stellte diese explizit zu Tagungen des Institutes für emotionale prozess arbeit Berlin in der Alternativmedizin vor.

Wie in einem modernen Coaching werden durch direkte Kommunikation Aussagen eines grösseren emotionalen Prozesses in einer Gestaltung wiedergegeben. Das können sein Gestaltungen für Einzelpersonen und Gruppen mit Themen aus persönlichen oder unternehmerischen Bereichen.

Mit der Ärztin Dr. Dorothea von Stumpfeldt fand ich eine Partnerin für emotionale Prozessarbeit und demonstrierte anhand ihrer weiblichen Aufstellungs-Methode das Entstehen von Heilender Kunst.

Auch hierzu später mehr.

 

Ich betrachte mich als weiblicher Schamane und Künstler, dessen Botschaft ein ganzheitlich natürliches Bild mit einem emotionalen Prozessgeschehen ist. Das ist ein heilendes Bild.

Damit sehe ich mein Werk in einer historischen Folge nach Joseph Beuys.

Und ich sehe mein Kunst-Konzept als praktischen Beweis für eine weiblich natürliche Sicht- und Kunst-Auffassung auch in unserer Kultur.

In den folgenden Videos teile ich mich über das Gestaltungssystem und die Charakteristika einer weiblich gegründeten Kunst detailliert mit.