ZUSAMMENARBEIT MIT KUNSTETAGEN PANKOW (KEP), STUDIO FLEXUS

Mit meiner Produzenten-Galerie MU beteiligte ich mich in Friedrichshain, Pankow und Prenzlauer Berg zu den offenen Ateliers (früher p.art). Artspring Pankow schafft seit 2017 eine Basis für eine kontinuierliche Kunstpräsentation im Bezirk. Ich nutze diese aktiv und stelle hierzu meine Kunst-Arbeit vor. Vor einigen Jahren musste ich den Raum meiner Produzenten Galerie MU aufgeben und fand über artspring ein Angebot zur Zusammen-arbeit für Öffentlichkeitsarbeit, Ausstel-lungen und Veranstaltungen.

Produzenten Galerie MU aufgeben und fand über artspring ein Angebot zur Zusammen-arbeit für Öffentlichkeitsarbeit, Ausstel-lungen und Veranstaltungen. Eine kollegiale Geste vom Verein KEP mich als Gast auszustellen, nahm ich gern an. Zu den offenen Ateliers 2017 stelle ich im jeweiligen Atelierhaus in Pankow aus. Seit 2020 bin ich Mitglied im Verein und nutze eine zusätzliche Präsentationen über das STUDIO FLEXUS.

Mit KEP-Künstler stelle ich jährlich zu den offenen Ateliers aus.


2017 im KEP-Atelierhaus in Pankow, Pestlozzistrasse


Das Haus war das Koko- Verwaltungshaus der Staatssicherheit der DDR. Von hier aus führte die Behörde unter Leitung ihres Chefs Schalk-Golodkowski ihre Machenschaften aus. Für mich bot sich eine Gelegenheit, Werke aus dieser finsteren Zeit am richtigen Ort, zu zeigen.

Sicherlich sind die Repressialien der DDR-Kulturbehörden in dieser Zeit eine Antwort auf unangepasstes Verhalten.

Aufgrund meiner eigenständigen Kunstarbeit in Dresden sehe ich die nachfolgenden Ablehnungen von Studienbewerbungen in Dresden, Berlin und Krakow sowie Bewerbungen für den Künstlerverband in Frankfurt/Oder, an.

Zum unangepassten Verhalten gehörte auch, dass ich Anfang der 80ziger Jahre in Berlin in einer oppositionellen Frauen-gruppe mitwirkte.

Von 1981 bis 1989 hatte ich Berufsverbot. Das bedeutete, im sozialen Abseits und ausserhalb der Gesetze mit strafrechtlichen Bedrohungen zu leben.  

Zitat aus "der stacheldraht" Nr.9/2020, S.6:

"Cottbus - die IM-Hauptstadt der DDR?

Im Bezug auf das heutige Land Brandenburg kamen in Frankfurt/Oder auf 2329 Angestellte rund 7000 IM. (IM=Inoffizieller Mitarbeiter der Staassicherheit der DDR)

Weiter auf Seite7 der Zeitschrift:"Von 1550 sichergestellten Säcken mit Stasi-Papierschnipzeln aus den drei früheren märkischen Bezirken stammen allein 750 aus der Region Cottbus. Die lagern nun schon Jahrzehnte in Frankfurt(/Oder) bei der BStU-Außenstelle. Leider liegt die mehrfach groß angekündigte und begonnene Zusammensetzung der Schnipsel aus technischen und finanziellen Gründen auf Eis. Die Stasi-Aufarbeitung ist also auch 30 Jahre nach Herstellung der deutschen Einheit noch nicht abgeschlossen."


Hier einige Kunstwerke zum Beginn meines Berufsverbotes in Brandenburg. Mit Ironie und schwarzem Humor verarbeitete ich einige Erlebnisse. Vieler meiner damaligen Kolleg:innen beschrieben ihr Verhältnis zum Staat mit dem Spruch: "Wessen Brot ich ess`, dessen Lied ich sing." Mein Bild-Titel, "Nun fanget an ein gut`s Liedlein zu singen", ist ein Zitat aus einer damaligen Radiosendung.